Ein Actros der Fa. Bruder lernt fahren

....oder: " Wie Alles begann"

Die Idee ist nicht neu, BRUDER-Fahrzeuge wurden schon etliche zu RC-Modellen umgebaut. Ich habe mir vorgenommen, auf diese Weise den preiswerten Einstieg in den Truckmodellbau zu schaffen, ob's gelingt wird sich zeigen..... Erste "Umbauerfahrungen habe ich ja schon beim Ausbau des Radladers sammeln können, aber ein richtiger LKW ist da doch noch 'ne Nummer größer :-)

Am Anfang war die Idee, dazu kam ein preisgünstig ersteigertes Fahrgestell (schon ziemlich alt, ich glaube vom Robbe Monogram Truck) und ein niegelnagelneuer Actros mit Tieflader.

actros_1.jpg (7110 Byte)

actros_2.jpg (9582 Byte)

oben mal eine Hinterachse vom Fahrgestell unter dem Actros , auf dem zweiten Bild die Actros-"Hütte" auf dem Fahrgestell.

Sieht irgendwie komisch aus, ob das zusammenpasst ???

Nein, ich habe rumgefragt und gerechnet und gemessen und geflucht...es müßte passen, die Räder haben 76 mm Durchmesser, das entspricht bei einem Maßstab 1:14,4 (am Fahrerhaus ermittelt) 1102 mm , und solche Reifen sollen schon mal an einem Actros gesehen worden sein !!

Die Bodenfreiheit wird allerdings recht niedrig, sonst sehen die Radkästen so leer aus

Die Räder von Bruder sind übrigens nur 5mm größer als die Robbe Räder.

Ein neuer Rahmen aus Aluprofilen aus dem Baumarkt. Radstand in Anlehnung an das Bruder-Modell und Fotos vom Original.

actros_3.jpg (22480 Byte)

actros_4.jpg (21463 Byte)

actros_5.jpg (22909 Byte)

actros_6.jpg (21016 Byte)

Die Hütte muß noch 'n Stück nach hinten, und auch noch etwas tiefer. jetzt sind es 30 mm vom Boden bis zur Stoßstange, das wären 1:1 435 mm , da is noch 'n kleiner Spielraum... Ein Schwerlasttransport muß ja nicht so geländetauglich sein, wie ein Kipper !!

actros_7.jpg (25166 Byte)

weiter runter geht nicht, aber das Rad sitzt auch annähernd mittig im Radkasten, der Antrieb ist auch schon drin, das übrige Elektronikzeugs provisorisch mit 'nem Gummi befestigt, Sattelkupplung mit Tesa angeklebt: Auf zur ersten Testfahrt !!!! - - - - - Er fährt !!!! - - - - - aber es bleibt noch viel zu tun.

actros_8.jpg (23914 Byte)

actros_9.jpg (26426 Byte)

actros_10.jpg (27352 Byte)

Nachdem noch einige kleinere Arbeiten erledigt waren, wollte ich unbedingt im Freien fahren,  Schnee geschippt hatte ich ja ....

actros_11.jpg (25401 Byte)

....aber nicht gestreut !  und auch keine Winterreifen,  erst recht keine Schneeketten, Solo geht so einigermaßen, mit Auflieger fast nicht, und mit Ladung gar nicht.

actros_12.jpg (27831 Byte)

Nun wird es langsam Zeit, diesen "Versuchsaufbau" zu verfeinern, und an den Details zu arbeiten.

 

Als Erstes die "Hütte". Ich werde sie nun doch nicht kippbar machen, sondern zweigeteilt, da läßt sich die Elektronik besser einbauen. Im Unterteil wurde eine (kupferkaschierte GFK-) Platte eingesetzt. die dann am Rahmen befestigt wird.

actros_13.jpg (17710 Byte)

Die Fensterscheiben sind aus 0,5 mm PVC (preiswert im Baumarkt), die Scheinwerfergläser aus einer Cassetten-Schachtel, die Zusatzscheinwerfer aus einer CD- Hülle gefeilt. Der weitere Ausbau der "Hütte" wird auf einer eigenen Seite beschrieben.

actros_14.jpg (17143 Byte)

actros_15.jpg (25736 Byte)

 

Das Blinklicht auf dem Dach wird auf einer eigenen Seite beschrieben

Zum Schalten der verschiedenen Funkzionen (Lichter)habe ich im Netz eine Bauanleitung für eine 16-Kanal-Erweiterung gefunden. Damit lassen sich dann 16 !! Funktionen über einen Proportionalkanal schalten, das sollte dann reichen!! Auch für die Funktionen am Auflieger (Rampen & Stützen), an denen ich unterdessen gearbeitet habe.   Näheres dazu unter 16-Kanalschalter und Infrarotübertragung

Am Auflieger funktionieren die Stützen und Auffahrrampen elektrisch.Als Antrieb dienen zwei kleine Motoren mit Getriebe, die sich noch in der Bastelkiste fanden, der Rest ist mit gerade vorhandenem Material und ganz ohne Plan entstanden.

actros_16.jpg (20472 Byte)

actros_17.jpg (19338 Byte)

Der Antrieb der Auffahrrampen. Der Getriebemotor stammt aus einem Spielzeugmodell.. Es geht aber auch jeder Andere. Die Rampen sind mit einer 4mm Achse verbunden, der Anlenkhebel ist aus einem Stück Messing und einem Stellring gelötet, der 2mm-Draht parallel zur Gewindespindel führt den "Schlitten".

Die Vorteile dieser Lösung: 1. billiger als Servo und Verzögerungsmodul.    und 2. mit Schaltkanal ansteuerbar. (3. wenn erforderlich auch flacher möglich)

actros_18.jpg (19262 Byte)

actros_19.jpg (18961 Byte)

Unschwer zu erkennen sind die Zahnstangen und Ritzel von Conrad. Das Getriebe ist ähnlich einem Servo, es wurde einfach eine 4er Achse im Abtriebszahnrad befestigt. Die Wellen der Ritzel sind aus dem gleichen Material. Die Führung der Zahnstangen ist PVC-Vierkantrohr aus dem Baumarkt und PVC Reste. Die Mikroschalter dienen als Endlagenschalter.

Nachteil: Der Antrieb ist nicht selbsthemmend, bei größerer Belastung (Ladung) senkt sich der Tieflader. Das läßt sich eventuell verhindern, wenn man über einen Widerstand (100 Ohm)  einen "Haltestrom" fließen läßt. Von Vorteil ist auch hier die Möglichkeit, die Stützen über einen  Schaltkanal anzusteuern.

So, nach langem Überlegen und einigen Versuchen habe ich nun endlich Rücklichter, Kotflügel und Schmutzfänger dran.

actros_20.jpg (32138 Byte)

Die Gläser der Rücklichter sind aus der Schrottkiste meiner Autowerkstatt, die Gehäuse aus Polystyrol, alles mir Revell-Kleber zusammengesetzt.

Die Kotflügel sind aus Messingblech, weil sich das so gut löten läßt, und weil (Konserven-) Büchsenblech zu dünn ist. Die Spritzlappen habe ich aus Resten von Gartenteichfolie geschnitten, davon lag gerade reichlich rum. Die Rücklichter sind einfach mit Sekundenkleber an den Messingwinkel geklebt, das geht im Notfall mit dem Messer wieder auf.

Statt Schrauben habe ich M3 - Gewindestangen für die Befestigung der Federn und der Kotflügel genommen, das paßte gerade so, wegen dem Federweg, und außerdem hält eine durchgehende Stange besser als separate Kotflügelhalter ;-)