So habe ich das Fahrerhaus hergerichtet

Am Anfang stand der Wunsch, schnell einen fahrbereiten Modelltruck zu haben. Nachdem bewiesen war, daß das auch mit relativ wenig Aufwand möglich ist, geht es nun an's "Veredeln". Mal sehen, was sich aus einem Kinderspielzeug machen läßt. Einige Veränderungen an der "Hütte" habe ich ganz zu Anfang vorgenommen, die lassen sich jetzt nicht mehr rückgängig machen. Deshalb, und auch wegen der Verkabelung der Elektronik habe ich mich entschlossen, die  Hütte zu teilen. Das Unterteil wird fest mit dem Rahmen verbunden, das Oberteil nur darauf gesetzt. Damit ist jederzeit der Zugang zu Antrieb und Elektronik möglich

Beginnen wir mit dem Unterteil. Hinter dem Grill wurde eine Platte eingesetzt, an der zwei Winkel angeschraubt werden, die die (kippbare) Verbindung zum Rahmen herstellen. Das im Bild sichtbare Servo ist das Lenkservo.

Um im hinteren Teil der Kabine Platz  zu schaffen bietet sich der Einbau einer Trennwand an. Diese wird als Vorhang "getarnt". Dahinter hat bei mir ein 7,2 Volt-Akku Platz (10 Zellen (12 V) sollten auch passen, oder man ordnet 4 Zellen rechts und links neben dem Motor an)

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An dieser Wand kann dann später die Elektronik befestigt werden. Damit beim Abnehmen der Kabine keine Drähte stören habe ich drei Kontakfedern angebracht, die die Verbindung für Innenbeleuchtung und Warnlicht herstellen. Alle übrigen Verbraucher (Lampen) befinden sich ja im Unterteil und können fest verdrahtet werden. Die Kabine wird innen noch mit Filz ausgekleidet, damit sind dann auch die Drähte "unsichtbar".

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Mein Fahrer kommt von Wedico (Conrad) und hatte wohl zu kurze Arme, er kam kaum ans Lenkrad. Das wird wohl am Maßstab liegen, die Figuren sollen ja 1:16 sein. Ich habe kurzerhand das gemacht, was jeder Autofahrer in dieser Situation tut, den Sitz vorgerückt. Hier muß dazu aber erst mal gesägt werden (Minikreissägeblatt von Proxxon), anschließend wird der Sitz mit Heißkleber befestigt. Der Beifahrersitz rückt auch gleich mit vor, da" klebt" die Gardine nicht gleich an der Lehne. Auf dem linken Bild ist auch zu erkennen, wie das schwarze Kunststoffteil im hinteren Bereich ausgespart wurde, um Platz zu gewinnen. Das Fahrerhaus-Unterteil wurde ebenfalls kräftig ausgesägt.

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An dem Seitenteil, das den unteren Abschluß der Kabine bildet, wird im Bereich des Radkastens der Steg abgesägt, der unter den Radkasten "greift" damit ein problemloses Abnehmen der Kabine möglich ist. (Bild oben rechts)

Die Frontscheibe und auch die Seitenscheiben entstanden aus 0,5 mm starker Klarsichtfolie (Baumarkt). Die Seitenscheiben werden passend zugeschnitten, und mit doppelseitigem Klebeband eingeklebt. Die Frontscheibe wird grob zugeschnitten, mit der Heißluftpistole (zur Not tut's bestimmt auch ein kräftiger Haartrockner) auf einer Seite soweit erwärmt, bis sie sich biegen läßt, und dann frei Hand die Rundung geformt. Das muß eventuell in mehreren Schritten erfolgen. (immer wieder kontrollieren!!) Befestigt wird die Scheibe mit drei kleinen Schrauben, die unter der Sonnenblende verschwinden. Wer die Rundung ganz genau geformt hat kommt vielleicht auch mit Klebeband zum Ziel. An der Unterkante wird die Scheibe vom Armaturenbrett gehalten, die zwei "Nasen" müssen abgeschnitten werden.

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Die Kabine wird von innen mit selbstklebenden Filz (aus der Bastelkiste meiner Frau) ausgekleidet. Hier zahlt sich sorgfältiges Arbeiten aus, wenn zu oft angesetzt werden muß, entstehen unschöne Fugen und Überlappungen, wie man auf den beiden Bildern deutlich sehen kann !! Das Fahrerhaus kann nun noch mit verschiedenen Dingen , die ein Trucker so bei sich hat, ausgestaltet werden. Ich hebe  mir das für später auf.

 

Für die Scheinwerfer kommen bei mir LED's zum Einsatz, diese sind zwar teurer als Glühlampen, haben aber den Vorteil, auch ohne Reflektoren bereits gebündeltes Licht abzugeben. Außerdem ist der Stromverbrauch geringer. LED's dürfen aber niemals ohne Strombegrenzung (Widerstand oder Konstantstromquelle) betrieben werden, sie leuchten dann nur sehr kurz (weil sie "durchbrennen"). Eine weiße LED hat ca. 2,5 V Flußspannung, man kann also bei 7,2 V zwei LED in Reihe schalten. Der Vorwiderstand berechnet sich nach dem Ohm'schen Gesetz : R=U/I wobei U die "Restspannung" (7,2V-5V=2,2V) und I der Flußstrom (max 20 mA) sind. Ich nehme 150 Ohm (2,2V/0,015A=146,6 Ohm)) Die LED's befestige ich mit Heißkleber am Chassis und richte sie dabei so aus, daß die Fahrbahn gleichmäßig ausgeleuchtet wird. Als Scheinwerfergläser feile ich die geriffelten Seitenteile von Hüllen für Musikcassetten oder CD's zurecht.

 

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So, die Gläser sind endlich eingesetzt, und die Befestigung der Hütte erfolgt (vorerst) mit einer einfachen Federklammer. Das im rechten Bild sichtbare Servo betätigt übrigens die Sattelkupplung.