Endlagenschalter für Stellantriebe

Ein immer wieder nachgefragtes Thema, das sicher in diversen Foren und auf etlichen Webseiten bereits erklärt wurde .....
Da aber immer wieder gefragt wird: "Wie geht denn das mit den Dioden?" möchte ich es hier nun auch (nocheinmal) erklären ;-)

Der eingezeichnete Regler kann natürlich auch ein (mehrere) Relais sein, daß (die) den Motorstrom schaltet / umpolt. Darauf soll jetzt nicht weiter eingegangen werden.
Die Schalter (Mikrotaster) werden in den jeweiligen Endstellungen des Antriebs betätigt. Mikrotaster und Dioden sollten sicherheitshalber für den Blockierstrom des jeweiligen Motors ausgelegt werden (im Zweifelsfall messen!!) Bei kleinen Antrieben ist das sicher kein Problem, bei richtig großen Antrieben könnte es aufwändig (groß) werden. Dann reicht auch eine Dimensionierung für den Anlaufstrom, wenn sichergestellt ist, daß der Antrieb nicht blockieren kann.

so einfach ist das

Zur Funktion:
Gezeichnet ist eine von beiden Endstellungen. Um diese zu errreichen lag am oberen Anschluß "-", am Unteren "+"
Mit Erreichen der Endstellung öffnete der obere Mikrotaster, der Motor blieb stehen, da die obere Diode jetzt sperrt.
Damit der Antrieb nun in die andere Richtung läuft muß die Spannung umgepolt werden: oben "+" und unten "-"
Jetzt ist die obere Diode in Durchlaßrichtung und der Motor läuft an, der obere Mikrotaster schließt.
Der Motor läuft weiter bis der untere Mikrotaster öffnet. Der Motor bleibt stehen, da jetzt die untere Diode sperrt.
Bei erneutem Umpolen der Spannung (oben "-", unten "+") läuft der Antrieb wieder in die "Ausgangsstellung"
Ein Abschalten der Spannung bringt den Antrieb logischerweise mittendrin zum Stehen. Ein Anlauf in die andere Richtung ist dann jederzeit möglich.

Falls der Antrieb "nachlaufen" sollte, ist bei der Anordnung der Mikrotaster eventuell eine Feder vorzusehen, damit es nicht zum Blockieren kommt. Ansonsten richtet sich die mechanische Konstruktion nach den Gegebenheiten des jeweiligen Modells. Ich habe auch schon einen Taster mit einem Faden angelenkt, da an den bewegten Teilen keine vernünftige Montageposition zu finden war.